Biersorten

Ale

Ale (deutsch auch Äl) ist ein althergebrachter Begriff für ein fermentiertes alkoholisches Getränk, das hauptsächlich aus gemälzter Gerste hergestellt wird. Heutzutage kommt real Ale dem traditionellen Ale am nächsten, aber in Großbritannien ist „Ale“ praktisch synonym mit beer. Ursprünglich wurde es ohne Hopfen gebraut, was aber seit mindestens 400 Jahren nicht mehr der Fall ist.

Altbier

hat seinen Namen nicht, weil sein Brauverfahren schon sehr alt ist, sondern weil sich bei der Gärung die Hefe oben (lat. altus) absetzt. Es wird somit obergärig gebraut und schmeckt nach Hopfen. Wie das Pils besitzt das Altbier einen Alkoholgehalt von 4,8 % und ist in Düsseldorf und am Niederrhein beheimatet.

Berliner Weiße

macht durch seine spezielle Brauart das Bier leicht säuerlich. Der Alkoholgehalt ist mit 2,8 % für ein Bier sehr niedrig. Es wird obergärig gebraut. Dem Namen nach wird es in und um Berlin ausgeschenkt.

Biermischgetränk


Bitterpils

ist eine Bier Pilsener Brauart, welches jedoch nach einem Rezept für 100 Bittereinheiten (BE) gebraut wird. Hierdurch wird ein extrem herber Charakter erreicht. Dieses Bier wurde kreiert, da extrem herbe Biere in den letzten Jahren immer weiter vom Biermarkt verschwanden und sich vormals herbe Pilsbiere einem Bittereinheitengehalt von 30 BE annäherten.

Bockbier

Bockbiere, auch Starkbiere genannt, sind ober- oder untergärige Biere, deren Stammwürzegehalt über 16 % liegt. Es gibt helle und dunkle Bockbiere.

Ein Starkbier wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Grob gesagt ist die Maische dickflüssiger, da weniger Wasser hinzugegeben wird.

Doppelbock

Ein Doppelbock ist ein Bockbier, welches mit einem Stammwürzegehalt von über 18 % eingebraut wird. Der Alkoholgehalt beträgt dabei zwischen 5 und 12 %. Diese haben in Anlehnung an den ältesten Doppelbock, den Salvator der Paulanerbrauerei München, meist die Endsilbe -ator im Namen. Doppelbockbier wird normalerweise nur in der Zeit um die Fastenzeit herum gebraut und ausgeschenkt.

Dunkles / Lager / Export


Helles / Lager / Export


Kölsch

darf sich ein Bier nur nennen, wenn es in Köln gebraut wird. Es wird obergärig gebraut, schmeckt leicht bitter und nach Hopfen. Es besitzt ebenfalls 4,8 % und wird in Köln und Umgebung ausgeschenkt.

Pils

(auch Pilsener), benannt nach der Stadt Pilsen in Böhmen ist ein untergärig gebrautes Bier. Es schmeckt mehr oder weniger bitter und besitzt einen Alkoholgehalt von 4 bis 4,9 %. Es wird bundesweit ausgeschenkt, vor allem aber in Norddeutschland.

Schwarzbier

hat seinen Namen nach seiner Farbe erhalten. Heutzutage kann man es aber auch in einer hellen Variante herstellen. Es wird untergärig gebraut, schmeckt vollmundig und hat einen Alkoholgehalt von 4,8 bis 5 %. Es wird überwiegend in Ostdeutschland hergestellt.

Stout

Das Stout ist ein schwarzbraunes, hopfenbitteres Bier mit einer ausgeprägten, cremefarbenen Schaumkrone. Es wird aus besonders stark geröstetem Gerstenmalz gebraut und ist vor allem in englischsprachigen Ländern beliebt.
Es ist nicht mit den in Deutschland und Tschechien üblichen Schwarzbieren vergleichbar, da diese oft durch Farbebier eingefärbte Biere Pilsener Brauart sind, einen ganz anderen Geschmack aufweisen und bei weitem nicht so gehaltvoll sind wie ein Stout.

Weizenbier

(auch Weißbier) ist ein obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 5 bis 5,6 %. Es hat einen fruchtig würzigen Geschmack und ist überwiegend in Süddeutschland verbreitet, wird Richtung Norden aber auch immer beliebter.

Zwickelbier

Zwickelbier (oder Zwickl; oft auch Kellerbier genannt) ist ein ungefiltert naturtrübes Bier. Das Bier wird meist direkt nach dem Nachgärungsprozess in den Gastwirtschaften angeboten bzw. als Flaschenbier in den Handel gebracht; es erfährt also nicht die sonst übliche, mehr oder wenig lange kalte Reifung. Das Zwickelbier gehört zu den ungespundeten Bieren und hat daher einen geringen Kohlensäuregehalt. Insgesamt ist Zwickelbier von geringer Haltbarkeit und sollte immer frisch getrunken werden. Es ist wegen der geringen Rezens ein sehr verträgliches, ansonsten würziges und "süffiges" Bier. Da noch alle natürlichen Schweb- und Trubstoffe enthalten sind, ist es außerdem ernährungsphysiologisch wertvoller als filtriertes Bier.

Ursprünglich war mit Zwickelbier die vor dem Filtern vom Fass mittels des sogenannten "Zwickelhahns" vom Braumeister entnommene Probe gemeint. Mittlerweile wird es aber kommerziell in größeren Mengen angeboten; in der Regel als helles untergäriges Bier, oft aber auch als obergäriges, wie zum Beispiel "Kellerweizen".